Energetische Sanierung im Kontext der Energiekrise: Wege und Optionen

13.10.2022Helion
Und plötzlich diese Deutlichkeit:  «Es geht ums Ganze», meinte letzten Juni BR Simonetta Sommaruga und warnte damit vor einer Energiekrise im Winter. Was die CEOs aus Wirtschaft und Industrie schon längst begriffen haben, wird nun auch vom Bund formell anerkannt: Die Schweiz muss ihren Gasverbrauch im Winterhalbjahr - von Oktober bis Ende März 2023 - freiwillig um 15 Prozent senken. Doch wie vorgehen, um nicht in einen ziellosen Energie-Stachanowiskmus zu verfallen? 

 

Russland dreht nun den Gashahn zu, die Ostsee-Pipeline Nordstream 1 schliesst auf unbestimmte Zeit. Während die Strompreise explodieren, geraten Firmen zunehmend in Liquiditätsengpässe. Forderungen nach Unterstützungen für Unternehmen werden laut: Economiesuisse fordert vom Bund ein pandemieähnliches Kreditprogramm, Gastrosuisse ermahnt die Politik, etwas gegen die Kostenexplosion bei Strom und Gas zu unternehmen, Hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus  fürchtet im Falle geschlossener Anlagen oder Geräten (damit sind vermutlich die Heizpilze für die Après-Ski-Bars gemeint…) schwerwiegende Folgen für den Wintertourismus. Selbst die Migros als «systemrelevantes» Unternehmen berief in den letzten Tagen einen Krisenstab ein. Gestützt auf all diese Voten fiel Ende August der Startschuss für die «Energiespar-Allianz» mit Vertretern von Bund, Wirtschaft, Kantonen, Verbänden und Organisationen. Das Motto? «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht». 

 

Gut und schön. Doch wie überleben Industrie und Wirtschaft im Kontext der Energiekrise? 

Was tun, wenn die jährlichen Stromkosten, die bisher CHF 10 000 pro Jahr betrugen, plötzlich eine Million erreichen, wie eine Grossbäckerei kürzlich bekannt gab? Oder der Hilfeschrei des Hotels Storchen in Zürich, dessen Besitzer kürzlich gegenüber dem SRF erklärte, dass sich seine jährlichen Mehrkosten allein für den Strom nun auf 2 Millionen CHF belaufen würden. Besonders von der Preisexplosion betroffen sind die 23 000 Unternehmen, die jährlich mehr als 100 Megawattstunden Strom verbrauchen, und ihren Strom daher auf dem freien Markt kaufen. Für energieintensive Industriebetriebe ist die Situation besonders dramatisch: Für einige von ihnen ist es bei den aktuellen Strompreisen schlichtweg nicht mehr möglich, rentabel zu produzieren. An der Strombörse gibt es ein "Angstbarometer", der Preis ist seit Anfang Juli in schwindelerregenden Höhen gestiegen. 

 

Stromkontingentierung löst bange Ängste aus – Hoffnungsschimmer PV-Anlage? 

Unternehmen stehen heute vor einem riesigen Dilemma: Die internen Prozesse müssen so rasch wie möglich verändert werden, damit Maschinen und Gebäude weniger Strom verbrauchen resp., um Kurzarbeit und erhebliche Einnahmenverluste zu vermeiden. Es sei denn, man produziert heute schon seinen eigenen Strom mit Hilfe einer Photovoltaikanlage! In diesem Fall produziert die PV-Anlage tagsüber Strom, wodurch ein hoher Eigenverbrauch erreicht wird, der je nach PV-Anlage zwischen 70 und 80 % liegt. Hinzu kommt, dass die Einspeisevergütungen gestiegen sind und derzeit über 0,20 CHF pro Kilowattstunde liegen (Stand Juli 2022). Im Grunde genommen lautet die eigentliche Frage wie folgt: Kann man es sich leisten, in eine Photovoltaikanlage zu investieren, oder kann man es sich leisten, dies nicht zu tun? Die Vorteile liegen nicht nur auf der Hand, sondern sind auch schnell aufgezählt: Neben dem tatsächlichen Klima-Mehrwert werden PV-Anlagen mit ca. 25% gefördert, sie sorgen dafür, dass Unternehmen weitgehend unabhängig von den steigenden Strompreisen sind, sie erhöhen dank der Einspeisevergütungen die Gewinnmarge und sind dementsprechend rasch amortisiert. Fazit: Je höher die Energiepreise, desto rentabler die Photovoltaikanlage. 

Simulationsergebnis mit Eigenverbrauchs- und Deckungsanteil

 Vielfach ein frommer Wunsch, denn Solar-Baufirmen sind ausgelastet

Allerdings stehen die Unternehmen, die nicht bereits vor einigen Monaten eine Photovoltaikanlage in Auftrag gegeben haben, heute schlecht da: Galt bis vor kurzem zwischen Bestellung und Baubeginn eine Vorlaufszeit von 3 Monaten, liegt sie heute, wie auch bei Helion, zwischen bei 7 bis 8 Monaten. Bei einigen Solarfirmen sind die Installateure bereits heute für die nächsten 12 Monate ausgebucht. Wie konnte es nur so weit kommen? Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und die Lieferengpässe bei den Materialien zeichnen hierfür verantwortlich.

 

Händeringend nach Fachkräften gesucht

Obwohl der Gebäudesektor massgeblich zur Reduktion von CO2-Emissionen beiträgt, besteht ein akuter Mangel an qualifizierten Fachkräften, um die Zahl der derzeit 7000 Beschäftigten auf die in  Zukunft benötigten 28 000 zu erhöhen. Allerdings fehlt bis heute eine adäquate Berufsausbildung, weshalb Helion sich für die Einführung von zwei neuen Ausbildungsgängen im Solarbereich stark gemacht hat (ab 2024, hier mehr erfahren). Parallel hierzu geht Helion mit der Helion Academy proaktiv gegen den Fachkräftemangel vor und bildet seine Mitarbeitenden – ob vom Fach oder Quereinsteiger:innen – selbst aus. Dank dem konnten in den letzten 2 Jahren 250 neue #Energiewendemacher:innen eingestellt werden.

 

Haben Sie Fragen? Unsere Expert:innen erreichen Sie wie folgt:

 

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